„Stop! Halt! Mut statt Angst!“

Ganz langsam und sacht beginnend finden sich Händeklatschen und Schlaginstrumente zu einem gemeinsamen Rhythmus, der sich allmählich steigert bis er zu einem wahren Trommelwirbel wird –  „Halt! Stop! Keine Angst!“ – die Musik reißt ab und alle erstarren mit ausgestrecktem Arm in Freeze-Positionen, bis sich kurz darauf Gelächter breit macht.

„Keine Angst sondern Mut!“ lautet das Motto der Performance, das die Gruppe aus der Werkstätte und Tagesstruktur Rudolf-Virchow-Straße im 21. Bezirk gerade probt. Ein Gedanke, den wir gerade in Zeiten wie diesen alle nicht aus den Augen verlieren sollten. Dabei wird sowohl mit Musik als auch mit Schauspiel und tänzerischen Elementen experimentiert. Seit Beginn nehmen jedes Jahr mehrere Gruppen von Jugend am Werk Sozial:Raum an den StadtRecherchen teil, einige der Mitwirkenden der diesjährigen Ausgabe sind hier schon zu Wort gekommen.

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Nixe versus Schmetterling

Im Festsaal des „Mautner Schlössls“ trifft sich seit einigen Wochen eine Gruppe von Senior*innen des Pensionistenklubs Pragerstraße zum Tanzen und probt gemeinsam mit der Choreografin und Tänzerin Tina Rauter an ihrer Performance für die diesjährigen StadtRecherchen. Welche Kraft die Liebe zum Tanz hat und wieviel mehr Freude und Liebe das Tanzen ins Leben bringt, darum wird es in dem Stück gehen, das die Damen – und heuer auch zwei Herren – im Mai auf die Bühne des Akademietheaters bringen werden. Wir wollen noch nicht zu viel verraten, aber die folgende kurze Geschichte der Teilnehmerin Henriette, inspiriert vom Thema des Workshops, wollen wir Euch nicht vorenthalten:

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Große Emotionen ohne Worte

Tatjana, Jakub, Mossen, Manisha und Suzanne kommen aus Tadschikistan, Georgien, der Türkei und Afghanistan und sie alle verbindet der Spaß am Theaterspielen und ihr Interesse an Theater und Kunst. Demnächst werden sie in Wien u. a. Deutsche Philologie, Geologie, Architektur und Politikwissenschaft studieren. Momentan besuchen sie noch den Vorstudienlehrgang der Wiener Universitäten VWU, über den wir schon berichtet haben. Zusammen mit der Schauspielerin Alexandra Maria Timmel arbeiten sie an einem Theater(kurz-)stück.

Mossen und Jakub haben bereits bei der letzten Ausgabe der StadtRecherchen gemeinsam mit Alexandra ein Stück zum Thema Freundschaft auf die Bühne gebracht. Und da heuer zwar ein paar Beteiligte weniger als im letzten Jahr, dafür aber ganz schön viele verschiedene Sprachen im Spiel sind, hat sich die Gruppe auf die Suche nach einer universellen Sprache gemacht, die alle verstehen – und ist beim Gestenvokabular des Stummfilms und bei Charlie Chaplin gelandet.

Wie lassen sich die ganz großen Emotionen auf einfache und ausdrucksstarke Weise darstellen und dabei doch ganz ohne Worte? Hier versuchen es Tatjana, Jakub, Mossen, Manisha und Suzanne herauszufinden.
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Die StadtRecherchen-Workshopleiter*innen (Part 1)

Hier werden wir in den nächsten Wochen laufend die Künstler*innen, die die StadtRecherchen-Workshops leiten, vorstellen. Zu Beginn haben wir ihnen zwei Fragen zu ihrem persönlichen Bezug zu den StadtRecherchen und zu ihrer künstlerischen Arbeit gestellt.

Was sind die StadtRecherchen für Dich? 
Wie würdest Du Deine Arbeit beschreiben?

 

Kerim Aslan Workshop Leiter Portraits_09s
Tänzer und Choreograph, er leitet bei den StadtRecherchen 2018/19 einen Tanzworkshop mit Schülerinnen.

Eine tolle Möglichkeit motivierten, jungen, alten oder auch benachteiligten Mitbürger*innen die Chance zu geben sich persönlich, emotional weiter zu entwickeln. Die Möglichkeit geben, durch Kunst ihr Leben zu bereichern und dadurch ihr Leben zu inspirieren. Das sage ich auch ganz selbstbewusst, weil ich durch solche tollen Projekte immer wieder Augenzeuge wurde, wie diverse Teilnehmer*innen sich weiterentwickelt haben.

Meine Arbeit ist sehr fordernd und expressiv! Wenn ich meiner Arbeit einen Titel geben müsste, dann würde ich sagen: DANCE TO LIVE and EXPRESS TO FIND YOURSELF
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Glaube, Liebe, Hoffnung und ein Email aus Rom

Bereits zum dritten Mal kooperieren die StadtRecherchen mit dem Vorstudienlehrgang der Wiener Universitäten VWU und dem Verein Kunst und Menschen KUM. Warum wir das machen? Durch KUM und den VWU lernen wir jede Menge interessanter junger Menschen aus der ganzen Welt kennen, die aus den unterschiedlichsten Gründen hier in Wien studieren wollen. Am VWU legen sie die notwendigen Sprachkurse und Ergänzungsprüfungen ab und oftmals ist dies auch der erste Ort, wo Freundschaften geknüpft und Infos darüber ausgetauscht werden, was so alles geht in Wien.

Neben einem Theater- und einem Tanzworkshop hat sich auch dieses Jahr wieder eine Filmgruppe zusammengefunden, die gemeinsam mit der Regisseurin Jenny Gand an einem Dokuprojekt arbeitet. Wir haben Eldar aus der Ukraine und Manosh aus Bangladesch in Jennys Atelier beim Rohschnitt getroffen und mit ihnen über ihre Zukunftspläne und ihre Arbeit am Film gesprochen.
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Tanz, Rhythmus und Sound

Die Teilnehmer*innen an unserem Musik- und Tanz-Workshop, die sich diesmal vorstellen, haben bis jetzt noch gar keine Zeit gefunden, ihrer Gruppe einen Namen zu geben – vermutlich deshalb, weil sie so richtig viel zu tun haben! Die Idee des Workshops ist nämlich, Tanz und selbst produzierte Musik miteinander zu verbinden. Es wird also nicht nur an einer Choreografie gearbeitet sondern auch mit verschiedenen Percussion-Instrumenten improvisiert, mit Sprache experimentiert und dabei alles aufgezeichnet. Diese Live-Aufnahmen werden elektronisch bearbeitet und als Soundtrack zur Tanzperformance auf der Bühne eingespielt.

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Filmemachen als Selbstermächtigung

Die Video- und Medienkünstlerinnen Conny Zenk und Selina Baumgartel haben mit den Kindern aus der Lernbetreuung unseres Kooperationspartners Verein JUHU! einen Film- und Animationsworkshop unter dem Motto „Filmemachen als Selbstermächtigung“ abgehalten. Dabei ging es darum, mit Mitteln, die den meisten auch später wieder leicht zur Verfügung stehen – wie Smartphones, Tablets und frei verfügbare Apps – selbständig Filme zu drehen und Geschichten zu erfinden. Gemeinsam hat die Gruppe ihren Arbeitsprozess für uns dokumentiert
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