UND JETZT IHR!

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Nach drei Jahren gehen die StadtRecherchen und unsere Reise nach Floridsdorf, Donaustadt, Favoriten und Simmering zu Ende. Das heißt aber nicht, dass es von den Gruppen, die wir in dieser Zeit kennengelernt haben und mit denen wir arbeiten durften, nichts Neues mehr gibt – im Gegenteil! Denn viele von ihnen haben beschlossen, einfach ohne uns weiterzumachen und gründen eigene Companies und Theatergruppen oder machen sich gemeinsam mit den Künstler*innen, die sie bei den StadtRecherchen kennengelernt haben, ab jetzt ihr eigenes Workshop-Programm. Und einen besseren Abschluss können wir uns eigentlich gar nicht wünschen!

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Die StadtRecherchen-Workshopleiter*innen (Part 3) und das StadtRecherchen Team

Sie sind ein ganz wesentlicher Teil der StadtRecherchen – die Künstlerinnen und Künstler, die unsere Workshops leiten und gemeinsam mit den Beteiligten seit letztem Herbst an den Projekten, Performances und Filmen gearbeitet haben, die bei der StadtRecherchen Präsentation am 5. Mai gezeigt wurden. Wir stellen hier noch einmal einige von ihnen vor – und diesmal auch das StadtRecherchen Team. Und wir haben wieder gefragt, was die StadtRecherchen für sie bedeuten und wie sie ihre künstlerische Arbeit beschreiben:

Was sind die StadtRecherchen für Dich? 
Wie würdest Du Deine Arbeit beschreiben?

 

Workshop Leiter Portraits_49sKirin Espana

Tänzer und Choreograf, hat heuer zum ersten Mal an den StadtRecherchen teilgenommen und war Co-Leiter eines Tanzworkshops mit Schüler*innen.

Die StadtRecherchen sind wie offene Türen zu unbekannten Räumen. Sie bieten Platz für Kreativität und Mut sich künstlerisch zu entfalten!

Ich würde meine Arbeit als menschlich bezeichnen, denn jede unserer Aktionen hat Auswirkungen und es gibt nichts Schöneres als mit Menschen zu arbeiten und gemeinsam zu wachsen.

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Welcome to our channel!

„Hinter der Kamera zu stehen ist das Lustigste, was es gibt“, meint Yasin. Er ist einer der Mitwirkenden aus der Produktionsschule spacelab_umwelt, die gemeinsam mit Jenny Gand einen Kurzfilm gedreht haben, der bei der großen StadtRecherchen-Präsentation am 5. Mai seine Welturaufführung feierte.

Insgesamt haben unsere Filmgruppen an diesem Tag 11 von ihnen selbst produzierte Kurzfilme – eine Dokumentation, 3 Kurzspielfilme, ein superprofessionelles Musikvideo, 5 sehr witzige Animationsfilme und einen Trailer – gezeigt. Die wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten und deswegen sagen wir heute „Welcome to our channel!“. Hier auf unserem Blog und auf unserem YouTube-Kanal gibt es alle Filme, die in der diesjährigen Ausgabe entstanden sind, nochmal zum Nachschauen. Und auf YouTube (oder hier) findet ihr auch alle Filme aus den vergangenen beiden Ausgaben der StadtRecherchen. Weiterlesen „Welcome to our channel!“

Aufstieg und Fall eines Ungeküssten

„Dieses Thema Macht und Ohnmacht, das wir bearbeiten, hat mich von Anfang an sehr berührt“, erzählt Gertrude. „Weil ich das als Kind mitgemacht habe. Einen Krieg. Und die Auswirkungen von Macht und auch die Ohnmacht, die man selbst empfindet. Ich bin schon das dritte Mal dabei, aber dieses Thema finde ich besonders interessant“.

Gertrude ist mit 82 Jahren das älteste Mitglied im Ensemble 22 und reflektiert wie auch die anderen Mitwirkenden sehr genau über das sich gegenseitig bedingende Wechselspiel von Macht auf der einen und Ohnmacht auf der anderen Seite. Die meisten der Mitwirkenden waren seit der ersten Ausgabe bereits mit dem Ensemble Kunstnetz Kagran an den StadtRecherchen beteiligt. Inspiriert von Vorstellungsbesuchen von „Mephisto“ und „Glaube Liebe Hoffnung“ im Burgtheater ist heuer in der Diskussion innerhalb der Gruppe von Beginn an die Auseinandersetzung mit politischer Macht im Vordergrund gestanden. Und unausweichlich wurde dabei auch die aktuelle politische Lage in Österreich debattiert und zugespitzt. Weiterlesen „Aufstieg und Fall eines Ungeküssten“

Greta, die Eisbären und ein Herz voll Hoffnung

Greta Thunbergs Rede bei der Klimakonferenz der Vereinten Nationen und auf der anderen Seite die beinahe absurden Bilder von Eisbären, die von Hunger getrieben durch ein russisches Städtchen marschieren und sich auf einem Spielplatz herumtreiben – diese eindrücklichen Ereignisse bilden den roten Faden, der sich durch das Stück der Klasse 2c der Sportmittelschule Donaustadt zieht. Die Schüler*innen haben sich in ihrer Projektwoche gemeinsam mit der Tänzerin und Choreografin Romina Kolb und dem Tänzer Kirin Espana mit dem Thema Macht und Ohnmacht beschäftigt und sich die Frage gestellt, was man als Einzelner tun kann, auch wenn man sich alleine oft klein und machtlos fühlt. Für ihre Tanzperformance haben sie Bilder und Szenen erarbeitet, in denen sie zeigen, wie man sich mutig Herausforderungen stellen und gemeinsam etwas bewirken kann.

„Ich habe gelernt, dass man nie zu klein ist, um eine Veränderung zu bewirken.“ Greta Thunberg

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Im Endeffekt: Unity

Wiener Bands von morgen

„Es ist das, was du im Leben so erlebst, wenn du nachdenkst und alleine bist, dann fällt dir schon viel ein. Jeder, der rappt, hat so seine Erfahrungen, über das, was ihm im Leben passiert ist“, erzählt Ernisa auf die Frage, wie sie zu ihren Texten kommt. Sie ist eine von fünf Nachwuchs-Rapper*innen, die mit Betül Seyma Küpeli (Shayma) und Liesa Kovacs einen gemeinsamen Song geschrieben haben und nun am Feinschliff zum dazugehörigen Musikvideo arbeiten.

Damla, Ernisa, Kiki, Ed und Rukman aka John haben sich erst vor gut zwei Monaten zum ersten Mal getroffen. Denn sie besuchen Jugendzentren in unterschiedlichen Teilen der Stadt, das Jugendzentrum Hirschstetten im 22. Bezirk, den Jugendtreff Eleven und die Senffabrik in Simmering. Ed hatte Betül zuvor schon durch ihre Arbeit mit dem Rap Chor der Brunnenpassage in Ottakring kennengelernt. Liesa und Betüls Idee war es, junge Rapperinnen aus unterschiedlichen Stadtteilen zusammen zu bringen und mit ihnen einen gemeinsamen Song auf die Beine zu stellen, bei dem jede*r seine eigenen Lyrics und seinen ganz persönlichen Style einbringen konnte.

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Ich lieb mich selbst

Einmal in der Woche verwandelt sich die Werkstatt der Damenkleidermacher*innen von Jugend am Werk Bildungs:Raum im 21. Bezirk in einen Proberaum – und dann wird gerappt. Dort, wo sonst die Nähmaschinen rattern und über Schnittmustern gebrütet wird, steht dann etwas anderes auf dem Programm. Songtexte schreiben und Trommeln im Vier-Viertel-Takt zum Beispiel (was gar nicht so leicht ist) oder Zwerchfell-Übungen, damit einem auch bei langen Strophen nicht die Luft ausgeht. Und dann wird auch schon mal die Schneiderpuppe zur Song-Partnerin.

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I like to move it, move it! I like to…?

Was bewegt Sie?

Was bewegen Sie?

Wenn Sie sagen: „Ich will, dass sich was bewegt.“ Was meinen Sie damit genau?

Unter dem Motto „Wenn ihr wollt, dass sich etwas bewegt, dann müsst ihr euch selbst bewegen“ haben sich Schüler*innen aus der NMS Aderklaaerstraße im Rahmen eines Theater- und Tanzworkshops mit den Themen Glaube, Liebe und Hoffnung beschäftigt. Das sind große Begriffe, die auch eine Menge Fragen aufwerfen. So ist auch bald die Idee entstanden, die Fragen zu sammeln und dann in Form von Interviews an die Lehrer*innen der Schule zu stellen.

Welche Hoffnung haben Sie aufgegeben?

Lieben Sie jemand?

Halten Sie sich für einen guten Freund?

Das sind nur einige der Fragen, auf die die Schüler*innen Antworten gesucht haben, und sie alleine schon könnten ein ganzes Theaterstück füllen. Die Mitschnitte der Interviews gibt es hier anzuhören: Weiterlesen „I like to move it, move it! I like to…?“

Am Viktoria-Platz

Wer letzten Sonntag am Viktor-Adler-Markt unterwegs war, wird sich vielleicht über einige Frauen gewundert haben, die mit Leitern ausgerüstet, einzeln und in Gruppen am Markt herumschlenderten, Blicke zwischen die leeren Marktstände warfen und dann wieder in einer Position verharrten. Gegen Ende haben sie ein Straßenschild erklommen und dort den Schriftzug „Viktoria-Platz“ enthüllt.

 

Die Intervention ist Teil einer Performance, welche die eigens für die StadtRecherchen gegründete Frauengruppe am Stand 129 der Caritas Wien gerade für unsere Präsentation am 5. Mai im Akademietheater entwickelt. Zusammen mit der Theaterpädagogin Camilla Reimitz-Wachberger arbeitet die Gruppe, die sich bei unseren Vorbereitungstreffen am Stand 129 kennengelernt hat, seit Februar zum Thema (weibliche) Lebensrealitäten am Viktor-Adler-Markt im 10. Bezirk. Ausgehend vom Thema Macht und Ohnmacht haben die Beteiligten eine Reihe von Interviews mit Frauen am Viktor-Adler-Markt geführt, deren Inhalte ebenso wie ganz persönliche Lebenserfahrungen in die Performance einfließen werden. Dazu wurde in der Vorbereitungszeit intensiv diskutiert, Ideen entwickelt und wieder verworfen und Inhalte durch Improvisationen gemeinsam in der Gruppe erarbeitet. Weiterlesen „Am Viktoria-Platz“

StadtMenschen – Gabriela und Savo Ristić und der Verein Kunst und Menschen KUM

Eine StadtRecherchen-Ausgabe ohne Gaby und Savo geht nicht. Die beiden sind von Beginn an in unterschiedlichen Rollen an den StadtRecherchen beteiligt. Mit dem Verein Kunst und Menschen KUM sind sie für uns ein fixer Ankerpunkt in der Donaustadt und zugleich Brücke zum Vorstudienlehrgang der Wiener Universitäten, wo wir gemeinsam Workshops mit Studierenden organisieren. Und sie stehen auch noch selbst auf der Bühne. Zusammen mit Johanna Jonasch  entwickeln sie mit ihrer Gruppe Ensemble 22 heuer bereits zum dritten Mal ein Theater- und Performanceprojekt für die StadtRecherchen. Im Interview haben uns Gaby und Savo erzählt, wie es dazu kam und welche Potenziale sie in dem Projekt sehen.

 

Savo: Vor drei Jahren ist Airan Berg zu uns in die Donaustadt gekommen und hat uns bei mehreren Info-Abenden das Projekt StadtRecherchen vorgestellt. Also, dass einfache Menschen und Bezirksbewohner*innen die Gelegenheit haben teilzunehmen und sich mit unterschiedlichen Kunstrichtungen zu beschäftigen, zum Beispiel mit Theater, Tanz oder auch Film. Das hat uns einfach sofort beeindruckt. Die Idee, dass wir da einfach mitmachen können, ohne Profis zu sein oder Vorwissen zu haben. Und vor allem, dass das bei uns direkt im Bezirk stattfindet, ohne dass wir es weit haben, und dass wir einfach mit Freunden in einer lockeren Runde unter der Anleitung von Workshopleiter*innen mitmachen und dann sogar im Burgtheater auftreten können. Das war der Ansporn.
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